Alltag & Selbstfürsorge
Nette Toilette
Pressen schadet dem Beckenboden. So sitzt du auf der Toilette richtig – die Hockhaltung entlastet Blase und Darm und macht den entscheidenden Unterschied.
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Wer hätte das gedacht? Du tust gut daran, dir ein nettes, stilles Örtchen einzurichten. Dein Beckenboden wird es dir danken. Damit du dich geschmeidig entleeren kannst, muss nämlich dein Entspannungsnerv (parasympathisches Nervensystem: N. vagus) aktiviert werden.
Möchtest du deine Blase entleeren, versuche dich zu entspannen. Dabei hilft eine eher aufrechte Körperposition. Wiege dein Becken sanft hin und her, wenn du das Gefühl hast, die Blase nicht genügend entleert zu haben. Achte auf ein bewusstes Loslassen der Blasenschließmuskeln, ohne zu pressen, sodass der Urinstrahl sanft und gleichmäßig fließt.
Bei der Entleerung des Darmes hingegen profitierst du von einer Hockposition. Schnapp dir einen Hocker, stell deine Füße darauf und lass dein Becken möglichst nach hinten tief in die Toilettenschüssel absinken. Spätestens jetzt weißt du, dass die Franzosen mit ihren Autobahntoiletten gar nicht mal falsch lagen. Nur so öffnet sich der Knickverschluss des M. levator ani und du musst weniger dagegen anpressen. Du kannst ausprobieren, zusätzlich auf ehhh auszuatmen – kein Scherz, wie ein meckerndes Schaf, sodass die Luft weiterfließt und du den Stuhl eher hinausschiebst.
Neigst du zu Verstopfung, kann es helfen, mehr auf ballaststoffreiche Kost zu setzen und genügend zu trinken (min. 1,5 l täglich). Ein Mehr an Obst sowie zusätzlich Leinsamen oder Flohsamen können ebenfalls dazu beitragen.