Training & Rückkehr
Do’s & Don’ts bei der Trainingssteigerung nach der Geburt
Nur 25 % der Frauen erreichen ihr altes Sportlevel wieder. Ein evidenzbasierter Fahrplan zurück ins Training: Warnsignale erkennen, Belastung sicher steigern.
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Wusstest du, dass nur 25 % der Frauen ihr vorgeburtliches sportliches Level wieder erreichen? Die Do’s & Don’ts weisen dir einen evidenzbasierten, verantwortungsvollen Weg, an dein persönliches sportliches Ziel zu gelangen. (Christopher et al., 2024; Davenport et al., 2025; Donnelly, 2019)
Don’ts
Keine schnelle Rückkehr zu mäßig bis hohen Trainingsbelastungen trotz:
symptomatischer muskuloskelettaler Schmerzen
zunehmender vaginaler Blutungen
Beckenbodendysfunktionen (Senkungssymptome, Inkontinenz, Beckenschmerz)
mentaler Probleme
Kein Dranbleiben trotz übermäßiger Müdigkeit nach dem Training. Stattdessen:
ärztliches Screening des Eisenhaushalts / Hämoglobinwertes und von Magen-Darm-Störungen
Screening der Energieaufnahme, des Energiebedarfs und des Belastungsumfangs
Überprüfen der Schlafhygiene
Beheben der Auffälligkeiten und anschließend langsame Rückkehr zum Training
Do’s
Balance des eigenen Energiehaushaltes
Support durch einen Sport-BH für den Bedarf stillender Brüste
bei aufkommenden Senkungsbeschwerden: ein Pessar für den Extrahalt deiner inneren Organe – deine Gyn oder spezialisierte Physiotherapeut*innen beraten dich gern
Knüpfen von Unterstützungsnetzwerken, um dir zeitweise Freiraum für Trainingseinheiten oder weitere Selbstfürsorge zu schaffen
schrittweise Steigerungen des Trainings – individuell und nach Risikoprofil
Trainingsumfang: ca. 120 min pro Woche an vier Tagen mit Kraft- und Ausdauereinheiten
Veränderung von maximal einem Belastungsparameter zur gleichen Zeit (Belastungsstärke wie Gewicht / Watt / Herzfrequenz / Tempo, (Halte-)Dauer, Pausenzeit, Distanz)
Empfehlung:
keine kurzfristigen, drastischen Volumenänderungen
Belastungsdauer vor Belastungsstärke (Gewicht / Tempo …) steigern – nicht mehr als 10 % pro Woche
Risikoreduktion von Überlastungsverletzungen durch mindestens zwei Tage Pause zwischen den Einheiten
Monitoring möglicher aufkommender Symptome
Passe die Belastung an, indem du Tempo, Gewicht oder die Einheiten pro Woche verringerst.
Bei bestehenden Symptomen: Such dir kompetente Hilfe bei deiner spezialisierten Physiotherapeut*in, deiner Gyn oder im Beckenbodenzentrum. Therapeut*innen-Liste: agggup.de/therapeutenliste-beckenboden